Stuckarbeiten sind einen Besuch wert

Joseph Anton Feuchtmayer, einer der größten Bildhauer seiner Zeit, verbrachte die Jahre ab 1758 mit Ausstattungsarbeiten im Tettnanger Neuen Schloss. In den Prunkräumen der Grafen von Montfort finden sich bis heute Feuchtmayers originale Arbeiten. Amoretten, Drachen und Faune von wunderbarer Eleganz: Die fantastischen Wesen seien Zeugnisse einer faszinierenden Erzählfreude. Es sind das "Bilderkabinett" und mehr noch das "Grüne Kabinett", die durch ihre vollendete Gestaltung zu den besten Interieurs des ausklingenden Rokoko gehören. Besonders das "Grüne Kabinett" besteche durch seine Einzigartigkeit: Grüne Glaseinlagen, von Gitterwerk aus Stuck eingefasst, geben den Blick auf zarte, bewegte Ornamente und Figuren frei. Bemerkenswert ist, dass die Grafen von Montfort nur die besten Künstler für die Ausstattung des Neuen Schlosses heranzogen. Schon frühere Auftraggeber waren vom "Raren" und dem "feinen Gusto" der Feuchtmayerschen Arbeiten begeistert gewesen; war seine Originalität doch Garant dafür, dass er jedem Auftraggeber ein ganz eigenes, einzigartiges Werk, ablieferte.

Repräsentationswille, Kunstverstand und Lebensstil der Grafen gingen weit über die finanziellen Möglichkeiten der Familie Montfort-Tettnang hinaus. Aber bis heute spiegelt das Neue Schloss Tettnang den Luxus und Glanz des 18. Jahrhunderts wieder.

Regelmäßige Führungen führen durch die Räume der Grafen von Montfort: noch bis Ende September täglich um 14.30 und 16 Uhr. Kombinierte Schloss- und Stadtführung sonntags 10.30 Uhr.


Das Feuchtmayer Museum



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