Denkmalschutz schlägt Alarm

Quelle: Ludwigsburger Kreiszeitung


Für die Stadtverwaltung eine äußerst peinliche Sache: Gerade in dem Haus, in dem sie einmal die Geschichte der Stadt dokumentieren möchte, ist bei den Bauarbeiten historische Bausubstanz zerstört worden, ohne Genehmigung der Denkmalschützer.

Schauplatz ist das ehemalige Kripo-Haus am Eck Wilhelmstraße/ Eberhardstraße, schräg gegenüber des Rathauses, künftiger Standort des Stadtmuseums. Wer entlang der Wilhelmstraße einen Blick ins Erdgeschoss der Baustelle wirft, der sieht dort, wo einst Decken waren, nur noch Holzgebälk. Und am Boden Schutt.
Dieser Anblick bot sich schon am Donnerstag vergangener Woche, als ein Vertreter der Denkmalschutzbehörde dieser Baustelle einen überraschenden Besuch abstattete. Wie gestern bekannt wurde, schlug er sofort Alarm, schaute sich tags drauf gemeinsam mit Baubürgermeister Hans Schmid den Schaden an. Der zögerte nicht lange und stellte die Bauarbeiten sofort ein.

In einer ersten Reaktion gegenüber der Zeitung räumte Schmid gestern ein, dass da jemand aus den Reihen der städtischen Bauverwaltung einen Fehler begangen habe.
Das Projekt Stadtmuseum läuft in Regie der Stadt. Im denkmalgeschützten Altbau soll das neue Stadtmuseum entstehen, in einem Neubau im Hinterhof einmal der Kunstverein einziehen. Eigentlich, so Schmid, sollten im Altbau bisher nur Vorarbeiten stattfinden. „Die Räume sollten nur so weit ausgeräumt werden, dass der Denkmalschutz seiner Arbeit nachgehen kann, um die historische Bausubstanz zu erfassen und zu dokumentieren.“
Jetzt stellt Schmid fest: „Da wurde zu viel weg genommen“. Er habe die Bauarbeiten eingestellt, um weiteren Schaden zu verhindern.
Der Baubürgermeister geht zwar davon aus, dass die betroffenen Decken „ohnehin nicht zu halten gewesen wären“. Aber: Die Decken waren in Teilen mit alten Stuckarbeiten verziert. Dieser Stuck liegt jetzt zerstört am Boden. „Der Denkmalschutz hätte zumindest die Möglichkeit haben müssen, den Stuck zu dokumentieren“, sagt der Baubürgermeister.
Offenbar sehen die Pläne des Stuttgarter Architekten Arno Lederer vor, im Erdgeschoss an der Wilhelmstraße die Raumhöhe zu verändern. Hier soll der Eingangsbereich für das Museum entstehen, mitsamt einem kleinen Café. Auch die Tourist-Informationen soll vom Marktplatz hierher umziehen.
Jetzt hat vor allem der Denkmalschutz Zugang zur Baustelle. Er wird den Altbau in allen Details erfassen. Und beim Wühlen im Schutt vielleicht auch noch ein Bild davon bekommen, wie der Stuck ausgesehen hat.: Gerade in dem Haus, in dem sie einmal die Geschichte der Stadt dokumentieren möchte, ist bei den Bauarbeiten historische Bausubstanz zerstört worden, ohne Genehmigung der Denkmalschützer.

Schauplatz ist das ehemalige Kripo-Haus am Eck Wilhelmstraße/ Eberhardstraße, schräg gegenüber des Rathauses, künftiger Standort des Stadtmuseums. Wer entlang der Wilhelmstraße einen Blick ins Erdgeschoss der Baustelle wirft, der sieht dort, wo einst Decken waren, nur noch Holzgebälk. Und am Boden Schutt.
Dieser Anblick bot sich schon am Donnerstag vergangener Woche, als ein Vertreter der Denkmalschutzbehörde dieser Baustelle einen überraschenden Besuch abstattete. Wie gestern bekannt wurde, schlug er sofort Alarm, schaute sich tags drauf gemeinsam mit Baubürgermeister Hans Schmid den Schaden an. Der zögerte nicht lange und stellte die Bauarbeiten sofort ein.
In einer ersten Reaktion gegenüber unserer Zeitung räumte Schmid gestern ein, dass da jemand aus den Reihen der städtischen Bauverwaltung einen Fehler begangen habe.
Das Projekt Stadtmuseum läuft in Regie der Stadt. Im denkmalgeschützten Altbau soll das neue Stadtmuseum entstehen, in einem Neubau im Hinterhof einmal der Kunstverein einziehen. Eigentlich, so Schmid, sollten im Altbau bisher nur Vorarbeiten stattfinden. „Die Räume sollten nur so weit ausgeräumt werden, dass der Denkmalschutz seiner Arbeit nachgehen kann, um die historische Bausubstanz zu erfassen und zu dokumentieren.“
Jetzt stellt Schmid fest: „Da wurde zu viel weg genommen“. Er habe die Bauarbeiten eingestellt, um weiteren Schaden zu verhindern.
Der Baubürgermeister geht zwar davon aus, dass die betroffenen Decken „ohnehin nicht zu halten gewesen wären“. Aber: Die Decken waren in Teilen mit alten Stuckarbeiten verziert. Dieser Stuck liegt jetzt zerstört am Boden. „Der Denkmalschutz hätte zumindest die Möglichkeit haben müssen, den Stuck zu dokumentieren“, sagt der Baubürgermeister.
Offenbar sehen die Pläne des Stuttgarter Architekten Arno Lederer vor, im Erdgeschoss an der Wilhelmstraße die Raumhöhe zu verändern. Hier soll der Eingangsbereich für das Museum entstehen, mitsamt einem kleinen Café. Auch die Tourist-Informationen soll vom Marktplatz hierher umziehen.
Jetzt hat vor allem der Denkmalschutz Zugang zur Baustelle. Er wird den Altbau in allen Details erfassen. Und beim Wühlen im Schutt vielleicht auch noch ein Bild davon bekommen, wie der Stuck ausgesehen hat.
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