Albertina >> Renovierung der Prunkräume

Wien (dpa)

Fast 80 Jahre lang wurden sie sträflich vernachlässigt. Sie wurden als Büroräume missbraucht, der Stuck wurde übermalt und die Bausubstanz langsam aber sicher zerstört.

Steckdosen wurden auf Türrahmen geschlagen, Leitungen offen verlegt, der Stuck immer wieder bis zur Unkenntlichkeit übermalt und die Intarsienböden demoliert. Die Vergoldungen lösten sich auf oder verschwanden unter Farbschichten. Und natürlich war das herrschaftliche Mobiliar aus dem Besitz Friedrichs längst an Privatbesitzer verkauft oder «versteckte sich» in Lagerräumen etwa des Wiener Hofmobiliendepots.

Doch jetzt erstrahlen sie wieder im alten Glanz: Die habsburgischen Prunkräume des hochherrschaftlichen Palais Albertina sind nach fast achtjähriger Restaurierung wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Bis zu 80 Experten haben in den vergangenen Jahren daran gearbeitet die 18 Räume wiederherzustellen. 17 Millionen Euro wurden in das Projekt bisher investiert, «und die Arbeiten sind noch nicht einmal abgeschlossen», räumte Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder, am Donnerstag bei der Eröffnung der Räume ein.

 


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